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01.06.2007: Eine-Welt-Preis der Nordelbischen Kirche

Veranstaltungen

16.06.07: Globalisierung und Gerechtigkeit – Gegensätze, die sich ausschließen? Eine Fortbildung für Menschen, die Lust haben, sich kompetent einzumischen.

EINE-WELT-PREIS

Verleihung 2008

Die Nordelbische Kirche zeichnet auf der Synode im Februar 2008 in Rendsburg erneut Menschen aus, die sich mit Phantasie, Kreativität und Hingabe für mehr Gerechtigkeit in der Welt eingesetzt und dabei Beispielhaftes und Neues geleistet haben. Der Eine-Welt-Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist dreifach dotiert:

1. Preis: 1.500 €
2. Preis: 1.000 €
3. Preis: 500 €

Vorgeschlagen werden können: Einzelpersonen, Gemeindekreise, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Solidaritäts- und Partnerschaftsgruppen und Initiativen, die sich in den vergangenen zwei Jahren kreativ und vorbildlich engagiert haben, um Nord-Süd-Beziehungen lebendig und gerecht zu gestalten.

Bereits am 18. Januar 2008 um 19 Uhr findet in der Christianskirchengemeinde in Hamburg Ottensen das „Eine-Welt-Preis-Fest“ statt. Eingeladen sind alle vorgeschlagenen Einzelpersonen und Gruppen und andere Engagierte. In einem festlichen Rahmen mit Büffet und Musik werden die Preisträgerinnen und Preisträger bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Eine-Welt-Preis und dem Einsendeschluss für Vorschläge erhalten Sie beim Kirchlichen Entwicklungsdienst, Telefon 040 / 605 26 03.

 

Vorstellung der Preisträger 2006

Erster Preisträger: Hamburger Schülerfirma FairChoc

FairChoc – dieser Name steht für fair gehandelte Schokolade. Schülerinnen und Schüler der zehnten und elften Klasse am Gymnasium Altona haben so ihre Firma genannt, die inzwischen sogar internationale Handelsbeziehungen hat: mit einer Kakaokooperative in der Dominikanischen Republik.
Vor gut zweieinhalb Jahren hat das Unternehmen begonnen, angeregt und begleitet von „Weitblick“, der Arbeitsstelle für Frieden und Gerechtigkeit an der Christianskirche in Hamburg-Ottensen. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit fairem Handel, mit Anbau und Verarbeitung von Kakao und mit den Lebensbedingungen der Menschen in den Anbauländern auseinander gesetzt. Aber nicht nur theoretisch – sie haben die Kooperative CONACADO in der Dominikanischen Republik sogar selbst besucht und bei Kakaobauern und ihren Familien gelebt. Anschließend waren Schüler aus der Dominikanischen Republik zum Gegenbesuch in Hamburg.
FairChoc wird nun, zusammen mit einer Schülerfirma aus Bremen, einen fair gehandelten Schokoriegel auf den deutschen Markt bringen: mit Kakao aus der CONACADO-Kooperative.



Zweiter Preisträger: Medizinische Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten in Hamburg

Über die Reform des Gesundheitswesens wird viel diskutiert in Deutschland. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass es schon jetzt Menschen gibt, die von der medizinischen Versorgung praktisch ausgeschlossen sind: Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten mit ungesichertem Aufenthaltsstatus, ohne Papiere, ohne Krankenversicherung.
In Hamburg steht für diese Menschen die Medizinische Beratungsstelle zur Verfügung. Sie verweist die Flüchtlinge an ein Netzwerk von Ärzten und Ärztinnen, Hebammen und Dolmetschern, die alle ehrenamtlich tätig sind. Außerdem macht die Beratungsstelle bei Veranstaltungen und Tagungen auf die Lage kranker Flüchtlinge und Migranten aufmerksam und sucht Lösungen, auch gemeinsam mit staatlichen Stellen. Seit elf Jahren leisten die Ehrenamtlichen fachlich hervorragende Arbeit. Sie verbinden ihren Einsatz für das Recht auf Gesundheit mit politischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen.


Dritter Preisträger: Internetprojekt „daara.de“ aus dem Info-Zentrum Eine Welt in Lübeck

Viel zu oft liegen Schätze ungenutzt im Verborgenen, weil keiner von ihnen weiß. Es gibt keine Schatzkarte und keinen Wegweiser. Das ist auch beim globalen Lernen so.
In Lübeck gibt es deshalb die Internetseite www.daara.deDas Info-Zentrum Eine Welt hat dort Expertenwissen gebündelt: von Initiativen, Kirchengemeinden, Vereinen und Einzelpersonen. Andere können nun leicht darauf zugreifen: Kindertagesstätten, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen finden auf der Internetseite Ansprechpersonen und Lernorte. So kommt die entwicklungsbezogene Bildungsarbeit voran.



Ehrenpreis: Die himmlischen Kicker Im Team der Himmlischen Kicker spielen Pastoren und kirchliche Mitarbeiter, zeitweise unterstützt durch Freunde aus dem ökumenischen Netzwerk. Die Mannschaft stürmt und dribbelt für die entwicklungspolitische Arbeit. Denn der Erlös der Benefizspiele geht an Brot für die Welt. Ohne Abzug übrigens, weil sich alle Mitglieder ehrenamtlich engagieren und zum Beispiel ihre Fahrtkosten zu den Spielen in Hamburg und Schleswig-Holstein selbst tragen.
Spielerisch leisten die Himmlischen Kicker qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Entwicklungspolitik – sowohl an den Spielorten selbst als auch durch zahlreiche Medienberichte. Und sie machen damit neue Zielgruppen auf weltweite Ungerechtigkeit aufmerksam.
In diesem Jahr fällt das 20jährige Bestehen der Himmlischen Kicker zusammen mit der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland.



In den vergangenen Jahren wurde der Preis verliehen an:

- Dr. Michael Otto
- Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.
- Aktion Bundesschluss Nordelbien
- Nepal-Team der Michaelis Kirchengemeinde Neugraben
- Schülerinnen und Schüler der gewerblichen beruflichen Schulen
  der Stadt Flensburg
- Schulcafé des Bildungswerkes der Werkstatt 3
- Diakonische Basisgemeinschaft Brot und Rosen
- Peace Brigades International, Internationale Friedensbrigaden
  Deutscher Zweig e.V.
- Initiative "Hamburger Teppichkonferenz"
- Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
- UNESCO-Gruppe des Schulzentrums Am Heimgarten, Ahrensburg
  und Klasse 9c der Schule Hegholt, Hamburg-Bramfeld
- Arbeitsgruppe Hafen „Dritte Welt“, Hamburg
- Tansaniagruppe der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Heikendorf
- Zentrum für Angepasste Technik und Internationale
  Entwicklungszusammenarbeit - artefact e.V.
- Frau Christa Brandt
- Gesamtschule Blankenese
- „Interkulturelle Begegnungsstätte“ im Haus der Kulturen in Lübeck
- Umweltverein Nutzmüll e.V.
- Norddeutscher Förderkreis der ökumenischen
  Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit
- Klaus und Christine Jähn
- „Einzelvormundschaften für unbegleitete minderjährige
  Flüchtlinge“ des Flüchtlingsrates Schleswig Holstein e.V.
- Jugendgruppe UBUNTU der Evangelischen Jugendarbeit
  Wilhelmsburg
- Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V.